Motek Panther Conversion für XRay M18

Es gibt ja nun wirklich viele Tuning Chassis für den M18. Aber eines was mir besonders ins Auge gestochen ist, ist das nagelneue Motek Panther Conversion Kit. Motek hat schon früher für den HPI Micro RS4 ein verdammt amtliches Chassis gehabt von dem unser hauseigener Jan "bash monkey" Schirmer eines sein eigen nennt. Habe damals immer neidisch drauf geschielt. Kurzum, so ein Teil musste her.

Was hat es denn nun so tolles? Die harten Fakten: zunächst mal besteht es aus einer 1,8mm dicken Grundplatte, das Top Deck hat 1,5mm. Eine Kohlefaser Akkustrebe liegt auch bei. Sehr schön finde ich auch die Bumper Brace die ein bisschen an die 1/10er Tourenwagen erinnert. Mit im Set sind auch alle Alu Teile wie Motorhalter, Batteriehalter und ein neuer Servo Mount. Man hat die Auswahl zwischen drei Eloxierungen. Blau, Rot oder Orange! Die Dämpferplatte für die Hinterachse ist im Gegensatz zu den meisten Chassis nicht aus Alu, sondern auch schön in Kohlefaser gehalten. Das nenne ich mal Style. Leichter ist es auch. Obendrein ist das gesamte Chassis schmaler als das Standard Teil was nochmals die Gewichtsverteilung verbessert. Akku und Elektronik sitzen mittiger.

Doch jetzt wird es interessant. Motek hat sich einige Features und Änderungen einfallen lassen, die das Chassis von der Masse abheben. Zunächst mal der gravierendste Unterschied. Die Akkus sind auf der rechten Seite angeordnet. Dadurch wandert der Motor und die ganze Elektronik auf die linke Seite. Aber warum? Wenn man von hinten auf den Standard M18 blickt dreht sich der Motor gegen den Uhrzeigersinn. Das heißt, daß beim Beschleunigen das ganze Chassis auf der linken Seite leichter wird. Wenn der Motor jetzt auf der anderen Seite sitzt drückt er das Chassis nur stärker auf die Fahrbahn. Ein klarer Traktionsvorteil. Das mag zwar beim Einsatz eines 180er Motors vernachlässigbar sein, aber wer will schon einen 180er? Kommt ein 300er ins Spiel wird das schon interessant. Da kann selbst ein Tick mehr Traktion schon Wunder wirken.
Motek hat den Radstand um 1mm verlängert um Platz für eine Zelle mehr zu schaffen. Das heißt um 6 Zellen zu fahren muss jetzt nicht mehr auf Stick Akkus zurückgegriffen werden, sondern die Zellen liegen dann schön in den dafür vorgesehenen Akkuslots. Fährt man nur mit 5 Zellen ergibt sich eine weitere interessante Tuning-Option. Der Akku kann je nach Belieben nach vorne oder nach hinten geschoben werden um die Gewichtsverteilung zu beeinflussen.
Der Motorhalter wurde auch überarbeitet. Beim Panther wurde auf das nervige Alu oder Plastikplättchen im Motor mount verzichtet. Das Spiel lässt sich jetzt durch die zwei als Langloch gefrästen Befestigungslöcher in der Grundplatte einstellen. Das Alu Teil hat Bohrungen zur Montage von allen gängigen Motorgrößen. Der Motor sitzt schön tief in der Aussparung der Chassisplatte.
Sehr innovativ auch der Servohalter. Auch hier wieder 2 mal Langloch um eine Grundeinstellung zu erhalten. Das Servo wird dann mit 2 Madenschrauben eingeklemmt. Man muss also keine neuen Löcher bohren, wenn das Servo breiter ist.

Was brauche ich noch zum Zusammenbau? Eine komplette Vorderachse und eine Hinterachse des Original Baukastens und die Mittelwelle. Die Standardschrauben werden natürlich auch gebraucht. Einige Schrauben liegen dem Panther allerdings schon bei. Für den Rest habe ich mich gegen die XRay- und für das Titanschraubenset von Atomic entschieden. Weniger wegen des Gewichts, mehr aufgrund dessen, daß ich lieber Inbus statt Kreuzschlitzschrauben verwende. Sieht ausserdem cooler aus. Als Differentiale kommen zwei Kugeldiffs von XRay zum Einsatz und die Alukardans sind auch mit von der Partie. Auf unserer Strecke hat sich das 42er Hauptzahnrad von XRay als vorteilhaft erwiesen und das kleine Ritzelset habe ich mir auch noch besorgt. Die Moosgummireifen kommen von GRP/Ellegi. Als Elektronik habe ich mich für das Polo Digi 4 von Multiplex, einen KO Propo Empfänger und den Quantum Competition 2 von LRP entschieden *ggg*. Dann noch eine Titan Kurzantenne vom Micro RS4, Atomic Servo Saver, Atomic Lüfter, ein Speed 300 und 5 1100er Zellen von GP.

Vor dem Zusammenbau noch schnell die Außenkanten der Kohlefaserteile abgerundet und versiegelt um ein aufbrechen der Laminierung zu verhindern und die Akkuslots entgratet und versiegelt, damit sie nicht den Schrumpfschlauch aufscheuern und einen Kurzschluss verursachen. Gut, beim Top Deck ist das nicht unbedingt nötig aber es sieht ordentlicher aus.

Der Zusammenbau selbst geht recht unspektakulär vonstatten. Alle Teile kommen sauber gearbeitet und passen wunderbar zusammen. Alle benötigten Extraschrauben liegen bei und die Dokumentation ist auch mehr als ausführlich. Wer schon mal einen normalen M18 zusammengebaut hat sollte das auch hinbekommen. lediglich beim Servohalter sollte man mal kurz nachlesen. Nicht vergessen, auf alle Schrauben die in Metallteile geschraubt werden blaues Loctite aufzutragen und dann kann nichts schiefgehen.

Das fertige Chassis macht einen recht steifen Eindruck, was den Fahreigenschaften zugute kommen sollte. Doch dazu mehr beim nächsten Site Update. Ich freue mich jedenfalls schon darauf das Ding mal durch den Rennspeicher zu scheuchen. Vielleicht auch mit 6 Zellen an Bord mal den einen oder anderen 1/10er Fahrer zu schocken.

related links:

Motek Racing

Text: Marcell "Marshall" Meyer; Fotos: Marcell "Marshall" Meyer; (c) 2005 by JoPo-Racing.com